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  • bestekommentare 16:17 am 10. February 2020 Permalink | Antworten
    Tags: Merkel   

    Die Geschichte spielte sich 1994 ab 

    „„Die Geschichte spielte sich 1994 ab, das kleine ostdeutsche Land mit der großen Wirkung hieß Sachsen-Anhalt, die Paria-Truppe PDS. Der Provinzpolitiker, der gegen den Willen seines Parteichefs die politischen Spielregeln änderte, war Reinhard Höppner, der die „Dresdner Erklärung“ vom Frühjahr 1994 ignorierte, das SPD-Papier zum Verbot jeder Kooperation mit der umbenannten SED. Und die Führungsfigur, die das Manöver seinerzeit die Aussicht auf die Kanzlerschaft und dann den Parteivorsitz kostete, hieß Rudolf Scharping.

    Das Argument in den meisten Medien wie in der SPD lautete 1994, es sei undemokratisch und auf Dauer auch unmöglich, eine von einem Fünftel der Bevölkerung gewählte Partei auszugrenzen. Es gab noch eine staatspolitische Begründung; die PDS – obwohl sie noch viereinhalb Jahre vorher diktatorisch unter anderem Namen geherrscht hatte – müsse ins parlamentarische Geschäft gezogen werden, um sie zu entradikalisieren. Das sei auch ein Weg, um die ostdeutsche Gesellschaft zu befrieden. Gerade die toxische Vergangenheit der PDS begründete also aus Sicht von Höppner, von vielen SPD-Politikern und von journalistischen Begleitkommentatoren die Notwendigkeit, sie von dem Bann zu befreien.

    Die SPD werfe sich „aus blankem Opportunismus der PDS an den Hals“, fand damals Angela Merkel(..)

    Wer die Februarvorgänge in Erfurt von 2020 aus der Perspektive von dreißig Jahren sieht, die vierundzwanzig Stunden des FDP-Politikers Thomas Kemmerich, der nicht vorhatte, mit der AfD inhaltlich zusammenzuarbeiten und trotzdem unter Begriffen wie Dammbruch, Zivilisationsbruch, Faschismus von seiner eigenen Parteiführung zum Rücktritt gezwungen wurde, der erblickt ein durchaus reizvolles historisches Panorama. Der gerade aus dem Amt geschiedene Thüringer Staatskanzleichef Benjamin-Immanuel Hoff suchte sich einen nicht mehr steigerbaren geschichtlichen Punkt, als er am 5. Februar 2020 meinte, der neue, also der Kürzestzeit-Regierungschef Thüringens sei „Ministerpräsident von Gnaden derjenigen, die … Millionen ermordet haben.“ Im Fall von Kemmerich kamen auch brachialere Mittel zum Einsatz als die Anrufung der deutschen Geschichte. Es gibt Gründe, warum das Landeskriminalamt Personenschutz für ihn und seine Kinder organisierte.

    Vor dieser Kulisse ist Merkels Diktum natürlich alternativlos, die Ministerpräsidentenwahl im Thüringer Landtag und am besten auch gleich die Landtagswahl müssten „rückgängig“ gemacht werden. Erst mit dem Blick über die Veränderungen der letzten Jahrzehnte wird der Punkt deutlich, dass politische Experimente für das meinungsprägende Milieu immer nur dann akzeptabel waren und sind, wenn sie mehr Spielraum für die „progressive” Agenda schaffen. Alle Argumente, die 1994 für die Integration der SED-PDS in den politischen Betrieb der Bundesrepublik galten – Deradikalisierung der Partei, keine Ausgrenzung einer großen Wählergruppe, gesellschaftliche Befriedung – gelten in Thüringen und anderswo mit Blick auf die AfD 2020 nicht, und zwar mit großer Selbstverständlichkeit für alle, die geschlossen in der politisch-medialen Abwehrfront stehen.(..)“

     
  • albertschwenter 15:59 am 26. October 2019 Permalink | Antworten
    Tags: Merkel   

    Ein prophetischer Artikel aus 2005 über Merkel 

    „Wersie auf dem Bildschirm sieht, den befällt schlagartig eine tiefe Depression. Schließlich wird die traurige Gestalt mit dem leicht verkniffenen Zonenblick in den nächsten vier Jahren das politische Klima bestimmen, gegen die die „bleierne Zeit“ ein Honigschlecken gewesen sein dürfte. In ihr hat sich Honeckers Rache nicht nur ökonomisch vollendet, sondern sie wurde auch ästhetische Wirklichkeit. In Angela Merkel erhebt die DDR noch einmal ihr hässliches Haupt, und es gehört zu den großen Geheimnissen des deutschen Wählers, dass er sich für Merkel entschieden hat.
    […]
    Angela Merkel hat keine Ausstrahlung, höchstens Stallgeruch, sie mit Glamour und Glanz in Verbindung zu bringen gliche dem Versuch, die Spreewälder Gurke auf einer Modenschau von Gucci verkaufen zu wollen. Merkel verkörpert nicht das Böse, das die Opposition in dem Ziel einigen würde, sie wieder abzuschaffen, sie hat nicht das Format eines George W. Bush, den alle hassen dürfen und der immerhin das Verdienst hat, die Linke weltweit wieder stark gemacht zu haben. Merkel taugt weder zum Schuft noch zum Schurken. Sie ist nur öde, uninspiriert, unoriginell, und Humor ist bei ihr das, wenn man trotzdem lacht, am besten im Keller.
    […]
    Merkel ist die perfekte ideelle Gesamtkleinbürgerin, und deshalb wurde sie auch gewählt, denn diese Spezies hat in Deutschland immer noch die Mehrheit. In ihr erkennt sich der Spießer wieder, hier fühlt er seine Tugenden gut aufgehoben, das Piefige, das Honecker’sche, das Duckmäusertum, das dumpfe Beharren, all das, worauf Enzensberger mal ein Loblied gesungen hat in der irrigen Annahme, dieser Typus wäre resistent gegenüber allen Verlockungen, mit ihm Staat zu machen.
    […]
    Alle, die Angela Merkel eine kurze Amtszeit prophezeien, werden sich noch wundern. Diese Frau wird nicht einmal durch eine Überschwemmung oder ein Erdbeben mehr wegzukriegen sein. Da müsste schon eine neue Weltwirtschaftskrise oder ein neuer Börsencrash wie 1929 passieren, bevor diese Frau den Stuhl räumt. Von Honecker lernen heißt eben immer noch siegen lernen.“

     
  • heinrichflipper 22:46 am 22. September 2019 Permalink | Antworten
    Tags: Martin Schulz, Merkel   

    Zitate die jeder kennen sollte 

    Zitate die jeder kennen sollte:

    “Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben”
    Angela Merkel

    „Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin, nun sind sie halt da.“
    Angela Merkel

    „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich drauf!“
    Katrin Göring-Eckardt

    „Wir brauchen Migranten, die sich in unseren Sozialsystemen wohl und zuhause fühlen.“
    Katrin Göring-Eckardt

    „Es gibt keinen Grund Angst zu haben, denn die Flüchtlinge werden künftig unsere Renten bezahlen, ironischerweise auch jene der AfD-Wähler.“
    Katrin Göring-Eckardt

    “Willkommenskultur ist der beste Schutz vor Terrorismus”
    Katrin Göring-Eckardt

    „Wenn wir aber auf die Syrer schauen, die jetzt als Asylsuchende zu uns kommen, da finden Sie top ausgebildete Fachkräfte.“
    Aydan Özoguz

    „Was die Flüchtlinge zu uns bringen, ist wertvoller als Gold.“
    Martin Schulz

     
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